Nur Methusalem und ich werden sich an den Welthit von Bruce und Bongo aus dem Jahr 1986 erinnern. Wochenlang auf Platz eins in Deutschland, Export in alle Welt, ausführlichste Berichte – sogar in den Tagesthemen.
Die Sensation: zwei Jungs, die wie mit der Steckdose frisierte Pudel aussahen, wagten es, das Wort “geil” laut auszusprechen.
Heute kann sich das keiner mehr vorstellen: “geil” steht längst im Duden unter “Jugendspr. auch für großartig, toll”.
Wenn mir das Wort mal in der Öffentlichkeit entfährt, denken die Kids rundum: “Was will der Opi”?
Und mein Supermarkt führt Geilen Wein, der auch noch am Pilgerpfad gewachsen ist (was, wie wir in den letzten Wochen erfahren haben, so verwunderlich doch nicht ist).
O tempora, o mores.
Tags: Keine Kunst, Musik



Beiträge
Ich erinnere micht, das mag am Alter liegen.
Wenn ich gelegentlich Tennis spiele und einer der polyglotten Partner meint, “Advantage” sagen zu müssen, kann ich auch heute noch nicht umhin, “B-B-Becker” zu entgegnen. Peinlich, sicher, aber was will man machen?
*lach* So gehts mir heute auch noch… aber war damals schon netter Rhythmus, total hart, eigentlich nichts für kleine Kinder!
…und geil ist auch die betagte Dame im Video ab 2:20 ganz links, die den Takt nicht mitschnippen kann und dann ganz irritiert in die Kamera guckt!