10. März 2010, in: Sweetheart Stuttgart, Tiere Kinder Pflanzen

Psychologische Kriegsführung

von Ingmar Volkmann

In der Bibel steht es geschrieben: Wenn der Frühling nicht in den Kessel kommen will, kommt der Kessel eben zum Frühling. Nachdem am Samstag Kollege Winter ein fulminantes Comeback gefeiert hat, haben wir kurzerhand einen Ausflug zu Pflanzen Kölle anberaumt. Die Strategie dahinter: psychologische Kriegsführung. Durch übermässigen Konsum von Primeln sollte der Winter nervös gemacht werden.

Hat zwar irgendwie nicht so ganz geklappt, der Ausflug war aber dennoch sehr lehrreich. Zum einen liegt Kölle in einem Stadtteil, den ich bisher gar nicht kannte: Das urbane Kallenberg befindet sich eingequetscht zwischen den Hotspots Korntal und Münchingen. Neben Kölle gibt es in Kallenberg noch Obi, den offenen Treff Calypso und eine ziemlich starke Würstchenbude – zu der aber später mehr in Materialien zur Mittagspause.

Zum anderen sind Gartencenter richtig funkige Mikrokosmen, mit einer eigenen Wein-Abteilung, einem ausgefeilten Bonus-System und – einem Alleinunterhalter. Erst dachte ich, die schiefen Geräusche hätte ich noch von einem nächtlichen Ausflug ins Bergamo im Ohr. Dann sah ich ihn: Zwischen Osterglocken erzeugte ein lustiger Synthesizer-Virtuose kesse Beats. Wahnsinn, was so ein bisschen Musik zu erzeugen vermag. Ich konnte gar nicht anders, als die Nelken-Freunde Neuwirtshaus kurz vor der Kasse zum Walzer herauszufordern, um dann tänzelnd zwei Sack Bio-Erde extra abzugreifen.

So einen Alleinunterhalter bestell ich uns direkt für die nächste Redaktions-Konferenz.

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10 Antworten zu “Psychologische Kriegsführung”

  1. ram sagt:

    ist das tobi “keyboard” köhler im bild?

  2. Tobias Köhler sagt:

    So ein Quatsch. Der Typ ist viel schlanker als ich. Und ich spiele grundsätzlich nur auf weißen Steinway-Flügeln mit einer sich räkelenden Brünetten drauf.

  3. Spielt auch noch vom Blatt. So sehen Entertainer aus!

    … Wenn ich wiederkomm, dann bring ich dir Tulpen aus Amsterdam, tausend rote, tausend gelbe, alle wünschen dir dasselbe….

    Herrlich.

  4. Erst kam Tulpen aus Amsterdam, wie Mormor richtig erkannt hat, dann der Trolololo-Song (Knaller-Video, ram, auf was für Drogen ist der Kerle?) und dann lief „Für mich soll’s rote Rosen regnen…“

  5. Lesende sagt:

    Das ist bestimmt einer von Hornauers Leuten,
    jetzt unterwandern sie schon die Flora pfffff

  6. … und danach “Mendocino” bis die rote Kabeltrommel schmilzt.

  7. ram sagt:

    das rote pferd ist hoffentlich auch drin

  8. JMO2 sagt:

    War genug Platz zum schwofen da?

  9. Dancefloor war ehrlich gesagt etwas beengt, konnte nicht alles zeigen, was mir ram im Jugendhaus Mitte in Sachen Breakdance beigebracht hat.