18. Februar 2010, in: Stuttgarter Legenden, Sweetheart Stuttgart, Vesperzeit

Materialien zur Mittagspause IV

von Ingmar Volkmann

Die Mittagspause ist bekanntlich die schönste Zeit des Arbeitstages. Sitzt man nicht gerade in Möhringen, sondern wie ich als Brezel-Außenstelle im hippen Heusteigviertel, hat man die Qual der Wahl zwischen Pasta vom Tortellino (Backstein-im-Bauch-Gefühl um spätestens 14:15 Uhr), beste Döner von Stadt beim Alaturka (schlecht für den Termin zum Hintergrundgespräch im Rathaus um 14 Uhr), einem bezauberndem Vorspeisenteller in der Zauberküche (schlecht für den Termin zum Hintergrundgespräch im Rathaus um 14 Uhr, Teil II – „Achtung, da kommt wieder der Schmierfink mit der Knoblauchfahne“) oder einer herzhaften Metzger-Mahlzeit, nach der man eine Woche Urlaub zum Verdauen nehmen muss.

Wichtig in einem sensiblen Bürogefüge: das korrekte Abmelden zum Mittagsmahl. Man sollte den Kollegen immer Bescheid geben, dass Westerwelle wegen des neuesten Hartz-IV-Bashings bitte auf dem goldenen iPhone durch klingeln möge – man speise die nächsten vier Stunden wie immer zu Mittag bei Vincent Klink.

Unsereins meldet sich also per Mail oder Telefon ab. Wenn der eigene Arbeitsplatz aber ein fetter Gelenkbus ist, kann man das Päuschen auch schon mal über die Anzeigentafel kommunizieren. Mach ich ab jetzt auch. Zwischen 12 und 14 Uhr trage ich immer eine Leuchtschrift mit mir herum. „Pause! Nicht ansprechen: Schreiberling verdaut gerade Schnitzelchen.“

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3 Antworten zu “Materialien zur Mittagspause IV”

  1. Super Text. Leih mir mal was von deinem CK One.

  2. ram sagt:

    brauchen wir für unsere spielhöllen tour. oben auch cool.