Es gibt Abendtermine, für die gehört dir eigentlich ein Tapferkeitsorden verliehen. Aber am nächsten Morgen sind die Medaillen mal wieder ausgegangen und du gehst erneut leer aus auf dem Feld der Ehre.
Gestern war mal wieder ein solcher Abend. Politischer Aschermittwoch der CDU in der Gaststätte Jägerhaus in Bad Cannstatt. Die Tische waren mit Papierdecken in schönstem Ändschie-Orange gedeckt, die Deutschlandfähnchen, die einst von engen Mitarbeitern von Helmut Kohl handbemalt worden waren, steckten in Weizengläsern. Die holzvertäfelte Decke erinnerte mich an Kaffeefahrten nach Luxemburg, auf denen ich einst sehr schöne Herrengedecke überreicht bekam.
Wehmütig gedachte ich Aschermittwochsveranstaltungen, bei denen die Redner mit der Faust auf den Tisch geschlagen hatten, dass in den hinteren Reihen noch das Pils aus dem Glas schwappte. Heute gibt es leider keine bösen Buben mehr bei der CDU.
Mein Lieblingsgast des Abends: Sparschwein Franz-Josef, das am Eingang auf Spenden wartete. Leider hat kaum einer die Sau beachtet. Bin dann raus und habe nach blühenden Landschaften gesucht. Gab aber noch keine.
Tags: Gastronomie, Politik



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auch ohne wild klopfende herren stelle ich mir das furchtbar vor
Super Text! Von mir bekommst du einen Orden. Mein schlimmster Termin in die Richtung war eine Evangelische Bezirkssynode in Leonberg. Da haben sich am Anfang alle an den Händen gefasst und gesungen. Das war herzerwärmend.