Auch ein Brezelianer muss mal Gutes tun. Da ich nichts Gescheites gelernt habe, außer Essen keine Disziplin wirklich beherrsche und dazu arm wie eine Kirchenmaus bin, bleibt mir als einzige Option das Blut spenden. Mittwoch wollte ich in der Mittagspause mal wieder ein halbes Literchen lassen, bin allerdings rückwärts zurückgetaumelt, als ich die Schlange vor dem Katharinenhospital gesehen habe.
Die Leute standen bis auf die Straße. An den herrlichen Saiten mit Brötle, die man nach dem Abzapfen bekommt, kann’s nicht gelegen haben. Nachdem ich obiges Plakat entdeckt hatte, wurde mir aber einiges klar. Das waren alles Hanseaten in der Schlange, Exil-Fischköpfe, Mitbürger mit Waterkant-Migrationshintergrund, die mittlerweile so gut integriert sind, dass sie die schwäbische Kardinaltugend, das Sparen, mehr als verinnerlicht haben.
Was die können, kann ich schon längst. Also heute nochmals zur Bluttankstelle. Will schließlich auch live miterleben, wie Serdar Tasci Samstag in einer Woche Ruud van Nistelrooy seinen Einstand in der Bundesliga vermiest.
Tags: Blutspende, Fischköpfe, VfB Stuttgart



Beiträge
meine freundin wollt heute gehen. aber fischköpfe killer-tag
das wird heute wohl nichts. ist nur bis 12.45 uhr geöffnet, hatte mich in den zeiten geirrt. also verschoben auf montag 18.30 uhr
gestern war kein spenden möglich, aufgrund des streiks, deshalb rennen bestimmt auch heute alle hin, so wie der ingmar
Deshalb war’s auch Mittwoch so voll. Die ganzen Fischköpfe hatten blitzsauber recherchiert und gewusst, dass man am Streik-Donnerstag keinen Tropfen lassen kann.
“Exil-Fischköpfe” *tz*
Das ist Diskriminierung!!!
Aber eine Diskriminierung, die von Herzen kommt und charmant gemeint ist, wirklich.