04. Februar 2010, in: Mord und Totschlag, Sweetheart Stuttgart

Brezel.me im Streik

von Tobias Köhler

Nur eine ganz kurze Meldung aus dem Streiklokal (i.e. Oblomow): Um auf die menschenunwürdigen Bedinungen in der Brezel.me-Redaktion hinzuweisen, haben wir heute einen unbefristeten Ausstand initiiert. Weil das die wenigsten bemerkt hätten – das wissen wir ja, größenwahnsinnig sind wir nicht – haben sich viele Menschen in Stuttgart spontan solidarisch erklärt.

Erste Bilanz: Die Busse und Bahnen stehen still (Foto dpa), viele Kitas bleiben geschlossen, der Müll liegt noch länger herum als sonst und sämtliche Operationen – auch die am offenen Herzen – im städtischen Klinikum wurden heute pünktlich um 0 Uhr abgebrochen.

Vielen Dank an alle Menschen, die uns auf diese Weise helfen.

So ist es uns gelungen, gewaltiges Aufsehen zu erregen. Ja, wir sind sogar in den Fernsehnachrichten gelandet. Leider spielt sich eine älterer Herr mit Schnurrbart und rot-weißen, müllsackartigem Verdi-Pullunder immer in den Vordergrund und verdrängt uns von den Fernsehkameras. Deshalb ist es schwierig, den Medien das eigentliche Anliegen unseres Streiks zu vermitteln.

Nächste Woche werden aber auch die Tankstellen im ganzen Land aus Solidarität mit Brezel.me die Zapfsäulen dichtmachen. Dann kann der Kerl mit dem Schnautzer auch nicht mehr aus dem Verdi-Hauptquartier anreisen und uns die Show stehlen.

Mit proletarischen Grüßen, die Redaktion.

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Eine Antwort zu “Brezel.me im Streik”

  1. Ich mach mit. Meine Flugzeuge bleiben heute auf dem Boden und meine Yacht wirft den Anker. Erst wenn die Brezelredaktion wieder ihr Kaviarbüffet bekommt mach ich weiter. Aus Solidarität bade ich heute nur in Cremant.