Wo bleibt der smarte Computertyp, wo der coole Draufgänger, wo die Blonde mit den großen Brüsten? Mal wieder typisch. Wochenende. Und die Soko Stuttgart hat frei. Kein Wunder, dass es im Klinikum Stuttgart zu dramatischen Szene kommen kann. Ein Dieb geht um – und klaut einen Geldbeutel und ein Mobiltelefon.
Wobei Handys im Klinikum Stuttgart laut der eigenen Website verboten sind – wohl, damit die Kranken auch ja den sauteuren Kliniktarif beim Telefonieren berappen müssen.
Jedenfalls scheint es in den städtischen Krankenhäusern zuzugehen wie in der Bronx, wenn man sich das Video anschaut. Das Filmchen ist im Youtube-Kanal von KlinikTVStuttgart erschienen – der zusammen mit dem Kanal des Karaoke-Fun-Pubs in Stuttgart Mönchfeld zu den absoluten Schatzkästchen cineastischer Perlen aus dem Kessel gehört.
KlinikTVStuttgart kündet den Insassen der städtischen Krankenhäusern vom Leben außerhalb der Vierbettzimmer. Wobei die Wahrnehmung des Real Life, nun ja, etwas selektiv erscheint. Ob es der Gesundung dient, die Neujahrsansprache von Wolfgang Schuster anzusehen, das Lebenswerk der SPD-Politikerin Ute Kumpf kennenzulernen oder der Verleihung des Goldenen Volltreffers beizuwohnen, scheint zumindest fraglich.
Der Siebenminüter vom CDU-Kreisparteitag inklusive absingen der Nationalhymne könnte zumindest in einigen Fällen zu schweren medizinischen Rückschlägen geführt haben. Das wäre dann wohl auch wieder ein Fall für die Soko Stuttgart.
Tags: SOKO Stuttgart, Tatort


Beiträge
Das Handyverbot ist reine Geldmacherei. Ich erinner mich gut daran, daß ich als Patient in einem Stuttgarter Krankenhaus saß, Laptop aufm Schoß, UMTS-Stick drin, online. Dann die Visite. Die Schwestern und Pfleger waren total begeistert, daß ich im Internet war und so. Doch dann klingelte mein Handy…
Wenn man nicht in der Intensivstation ist, wo die Funkwellen einleuchtendermaßen Schaden anrichten können, ist es nicht einzusehen, warum es im Krankenhaus ein Handyverbot gibt. Es stört nicht mehr, als das Klingeln eines “normalen” Telefons auf Station. Ich meine auch, es ist nur verboten, weil es dem Krankenhaus allein mit der Bereitstellung eines Telefonanschlusses (ca. 1,50 am Tag) zusätzliche Einnahmen bringt.
Die Patienten halten sich eh nicht ans Handyverbot, rüffelt auch niemand, so meine Erfahrung. Scheint in der Praxis mehr so eine Kann-Bestimmung zu sein. Dass die Besucher allerdings eingeschüchtert ihre Dinger ausmachen, ist eigentlich gar nicht so schlecht…
Hi, wo bleibt die neue Tatortkritik? Im Saarland bei Deininger und Kappl gings doch ganz schön zur Sache: Mobbing, Happy Slapping,…
Blieb vielleicht aber doch etwas blass? Da wars am Bodensee schon abstruser… Schade, dass Ihr nix drüber schreibt… Euer Tatort-Couch-Kartöffelchen in banger Erwartung
@Sunday-Couchpotatoe: Eigentlich haben wir uns vorgenommen, nur über den “Tatort” zu schreiben, wenn er irgendwie mit Stuttgart zu tun hat. Etwa, weil der Täter vom LKA Stuttgart ist (wie neulich am Bodensee), weil der Ort der Handlung von uns kurzerhand imperalistisch eingemeindet werden kann (wie der Bodensee) oder weil der Täter nicht gescheit englisch reden kann, aber ein öffentliches Amt bei der EU anstrebt.
Aber wenn die Nachfrage da ist, finden wir sicher auch im Saarland (hat der Typ mit der Zahnspange nicht ganz mies englisch gesprochen?), in Köln (irgendwann landet das Neckarwasser sicher im Rhein) oder in Berlin (ohnehin zu zwei Dritteln von Schwaben bevölkert) einen Bezug zu Stuttgart.