Hut ab, er ist einfach in Topform. Der dicke Wal hing schon im Schloss Rosenstein, als ich noch ne Zahnspange getragen habe. Und das ist immerhin schlappe dreißig Jahre her. Wenn ich entscheiden müsste, wer sich besser gehalten hat, ist die Antwort bitter, aber einfach: der Seiwal. Naja, mal abgesehen davon – siehe Bild unten – dass ihm rechtsseitig mehr oder minder die Eingeweide heraushängen, aber das war schon immer so.
Habe ihn die Tage mal wieder besucht, ebenso seine Kumpels: das Mammut-Skelett, den Wolf, den Flodder-Löwen und die ganzen anderen Viecher, die praktisch schon in dem Museum hängen, seit sie aus der Arche Noah gestiegen sind (was angesichts der aktuellen Darwin-Ausstellung irgendwie eine etwas unpassende Formulierung ist).
Die Einwohner dieses Museums sind, zumindest in der Wahrnehmung der Stuttgarter, allesamt viel älter als die Nachbarn im Museum am Löwentor. Und dort hausen immerhin die Dinosaurier. Auch wenn sich die Museumsleute alle Mühe geben, die Tiere ab und an neu zu arrangieren und in andere Vitrinen zu stecken – modern und schick wird das nicht mehr werden.
Und das ist gut so. Für den Style haben wir das glasspiegelnde Kunstmuseum, fürs Herz den das muffelige Schloss Rosenstein.
Tags: Muh und Mäh




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