
Es ist Außenstehenden praktisch nicht zu vermitteln, was die Faszination eines Apple-Stores ausmacht – wie bei so vielem, was die Marke mit dem Apfel betrifft. Ob in Paris, Zürich, München oder Hamburg – wenn so ein Laden neu aufmacht, wird er schon Stunden vor der Eröffnung von Fans belagert. Dabei werden nicht etwa Computer verschenkt – allenfalls ein paar T-Shirts mit ‘nem Apfel drauf. Es gibt auch nix zu kaufen, was es anderswo nicht gäbe – und billiger sind die Sachen schon gar nicht.
Das einzige, was Apple-Stores von anderen Computerläden abhebt, ist das wirklich irre schicke Design. Wer mal das Ding in New York (siehe Foto) gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Sieht ein bisschen aus wie unser Kunstmuseum. Nur ohne Bilder.
Trotzdem machen die Appleianer einen Aufruhr um neue Apple-Stores, als würde jemand den Eiffelturm auf den Schlossplatz versetzen wollen. Ach ja, genau – Stuttgart soll jetzt eben auch einen eigenen Apple-Store kriegen, hat’s neulich geheißen. Kreisch!
Direkt in der oberen Königstraße. Hatte das Apple-Blog ifun Ende Oktober vermeldet. Wir waren begeistert. Natürlich gibt es im Kessel genügend Fachgeschäfte, in denen man seinen Mac auch heute schon kaufen kann. Aber keine so schönen.
Diese Woche aber gab’s die Ernüchterung. Weil sich Apple und der Vermieter des Ladens nicht einig geworden seien, soll der Deal erst einmal geplatzt sein – meldet – richtig! – wiederum ifun.
Ein schwerer Rückschlag auf unserem Weg zu einer der hippesten Städte in Germany. Aber wir haben ja noch das Kunstmuseum.


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