08. Januar 2010, in: Mord und Totschlag

SOKO – Babymacher

von Martin Elbert

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Gestern Abend wieder SOKO Stuttgart geglotzt. Bin ja voll Fan. Manche meinen, das wäre platt und doof und sowieso ganz mieser Vorabendkrimi-Mist. Okay, SOKO ist nicht der Tatort und SOKO Leipzig ist sicherlich ein wenig vielschichtiger und die Darsteller noch etwas schärfer gezeichnet, als die Stuttgarter Wischiwaschi-Kolonne aus tougher Chefin, Busenwunder, bleicher IT-Nerd und Macho – und wir reden von Leipzig! Aber egal.

Und auch wenn die filmischen Stilmittel äußert, ähm, ja sehr einfach, sind, auch egal! Gestern wieder, Folge “Babymacher”. Mord in einer Fertilitätsklinik, die in der Zeppelinstraße sein soll und auch dem Blick nach recht weit oben war, in der Halbhöhenlagen-Nahrungskette. Eine Spezialistin für künstliche Befruchtung liegt erschlagen an der eigenen Schreibtischkante am Boden.

Verdächtige gibt es massig. Der Chef der Toten den sie erpresst hat, weil der wiederum gerne mal Eizellen von jungen Damen und nicht von den eigentlichen Müttern verwendet hat; ihr Gatte, weil der dachte, seine Frau hatte was mit dem Chef, weil er keinen mehr, ja, hochbekommt; eine Aushilfe; ein strenggläubiger Katholik, der künstliche Befruchtung so gar nicht dufte findet; und ein junges Pärchen, das so gerne Kinder hätte, was aber nicht mal künstlich möglich ist.

Das SOKO Quartett hat also in vielen Richtungen zu ermitteln. Hinzu kommt, dass Frau Chefin den Chefdoc kennt und selbst “von ihm” ein Kind hat. Tja. So hat sie hat volles Verständnis für die Mutter, die einfach keine Mutter werden kann, sieht man bei der Befragung, während der Macho-Kollege meint, die bislang sechs Behandlung müssten ja ganz schön ins Geld gegangen sein.

Beim Verlassen des Besserverdiendenen-Häusle in einem Besserverdiendenen-Wohnviertel überschlägt sich das Filmteam mit einer Bilderflut aus jungen Frauen im Hintergrund, mal mit Kinderwagen, mal Kindern an der Hand oder einfach mal die Wäsche aufhängen. Oooooh!

Das sind eben so die Möglichkeiten bzw. Freiräume, die eine rund 50-minütige Folge bietet. Man sieht drüber hinweg. Die Aufnahmen von Stuttgart besänftigen einfach. Und sind bislang schöner als die im (neuen) Stuttgarter Tatort.

(Ach ja, Frau, die nie Mutter wird, wars dann auch. Mehr ein Unfall, nachdem sie die Reproduktionsbiologin verzweifelt gebeten hat, ihr doch noch eine Baby zu machen, folgte der tödliche Schucker an den Tisch.)

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3 Antworten zu “SOKO – Babymacher”

  1. Susän sagt:

    Weiß eigentlich jemand, wo das Besserverdienenden-Viertel ist?? Konnte das gar nicht zuordnen.

  2. ram sagt:

    noi leider net.

  3. a_acht_richtung_sueden sagt:

    die location ist die hasenbergsteige, der untere teil.